LuW025: Gesundheitsversorgung Asylbewerber, Lindners SUVs, Linnemanns Grundschulverbot

Nach zwei Wochen Pause melden sich Ulrich und Christopher wieder mit einer neuen Folge “Lauer und Wehner” zu Wort. Schnell wird klar: Es kann unmöglich über den ganzen Wahnsinn gesprochen werden, der sich seit der letzten Folge zutrug, also bemühen sich beide um eine kurze Folge. Das gelingt ihnen auch fast.

Doch zunächst bedankt sich Christopher bei den Hörerïnnen von “Lauer und Wehner”, die den Podcast unterstützen. Wie Du “Lauer und Wehner” unterstützen kannst, steht weiter unten.

Dann redet Ulrich über seinen Italienurlaub und die Erfahrung, dass das Internet dort deutlich besser ist, als in Deutschland. Kein Wunder, denn Deutschland liegt beim mobilen Internet im europäischen Vergleich höchstens im Mittelfeld.

Danach nehmen Ulrich und Christopher einen Artikel Anna Vollmers in der FAZ zum Anlass, über die Gesundheitsversorgung von Asylberwerberïnnen in Deutschland zu sprechen, die, soviel darf hier schon verraten werden, nicht dem entspricht, was die Menschlichkeit gebieten sollte. In diesem Zusammenhang reden Ulrich und Christopher auch über den überproportional hohen Einbau von Knie und Hüftgelenken. Einen Bericht über die Bertelsmann-Studie, die Christopher erwähnt, findet ihr hier.

Im Zuge der Forderung der Grünen, SUVs stärker zu besteuern, äußerte sich Christian Lindner zur Umweltverträglichkeit dieser Autos. Dieses Zitat nehmen Ulrich und Christopher zum Anlass, über Christian Lindner zu reden, denn sie machen sich Sorgen. Den von Christopher erwähnten Artikel Nils Minkmars findet ihr hier.

Etwas ungeplant geht es dann um Donald Trump und wie sich US-Komiker an ihm abarbeiten. Ulrich und Christopher diskutieren, dass die Art und Weise durchbrochen werden muss, wie wir uns im Internet über bestimmte Dinge aufregen.

Im Anschluss geht es um Carsten Linnemann, über dessen falsche Zahlen Christopher bereits gebloggt hatte. Ulrich und Christopher zeichnen nach, wie es zur Aufregung um Linnemann kam und diskutieren, ob die Art und Weise, wie die dpa mit Ihrer zugespitzten Überschrift umging, die einzig mögliche war. Dann geht es aber vor allem noch um ein Interview, das Linnemann dem Deutschlandfunk gab und in dem er nach Ansicht von Ulrich und Christopher einfach log.

Zum Schluss geht es dann noch darum, dass die Welt brennt, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Permafrost Sibiriens brennt noch immer, in Grönland schmolz jetzt so viel Eis, dass der Meeresspiegel dadurch wahrscheinlich um 5mm steigen wird und das IPCC hat festgestellt, dass wir bereits jetzt eine Erderwärmung von durchschnittlich 1,53° über Land im Vergleich zum vorindustriellen Durchschnitt haben. Auf gut Deutsch: Wenn wir bald nicht entschieden gegen die vom Menschen verursachte Klimakatastrophe vorgehen, brauchen wir auch gar nichts mehr zu machen. In diesem Zusammenhang macht Christopher noch eine Ankündigung zu einem Volksentscheid Berlin 2030 CO2 frei.

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Dieser Podcast hat Kapitelmarken. Sollte Dein Podcastprogramm diese nicht anzeigen, sind hier die Zeiteinträge zur Orientierung:

00:00:00.000 Begrüßung
00:00:53.714 Was ist “Lauer und Wehner”?
00:06:54.661 Danke liebe Hörerïnnen!
00:09:13.066 Ulrichs Urlaub (Im Ausland ist das Internet schön)
00:20:05.786 Gesundheitsversorgung von Asylbewerberïnnen
00:33:58.999 Christian Lindner und die SUVs
00:49:59.000 Das Muster, nach dem wir uns aufregen, muss durchbrochen werden
00:56:53.598 Carsten Linnemann und sein Grundschulverbot
01:33:32.600 Die Welt brennt weiterhin/Volksentscheid Berlin 2030 CO2frei
01:46:47.936 Verabschiedung

6 Antworten auf &‌#8222;LuW025: Gesundheitsversorgung Asylbewerber, Lindners SUVs, Linnemanns Grundschulverbot&‌#8220;

  1. Zum Thema Christian Lindner: zu seinem Zitat gehört ja „Die Steuerung sollte also über den Kraftstoffpreis erfolgen. Nicht die Art oder der Antrieb eines Autos ist entscheidend, sondern die CO2-Bilanz“
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso ihr das so lustig findet.
    Spritpreis hoch (wieviel auch immer angemessen ist) meinetwegen 3,50 € der Liter Diesel bzw. Benzin) und damit ist eine exakte, CO2 verbrauchsabhängige Besteuerung gewährleistet.
    Bin nun wirklich der letzte der C.L. in Schutz nehmen will, aber die Häme in diesem Fall verstehe ich nicht.

    1. Naja, das macht den Kommentar von Lindner nicht besser.
      1. Er vergleicht, ohne Maßstäbe zu nennen. Denn ohne zu sagen, was genau er mit “wenige Kilometer” und “hohe Fahrleistung” genau meint, ist die Aussage nicht nur wertlos, sondern im Zweifel sogar falsch.
      2. Er vergleicht nicht ceteris paribus. Damit führt er die eigene Aussage direkt ad absurdum, weil er die CO2-Bilanz nicht nur in Abhängigkeit des Typs vergleicht, sondern gleichzeitig auch die Fahrleistung als Parameter einführt.

      Insgesamt ist Lindners Vergleich also nicht nur wert-, sondern vor allem sinn- und aussagelos, womit die Häme mehr als angebracht war. Analog hätte er auch sagen können, dass Eigentumswohnungen auch recht günstig sein können, also vorausgesetzt sie befinden sich bspw. in Somalia. Rein faktisch hätte er damit recht, trotzdem wäre eine solche Aussage unsinnig.

      1. Das dieser erste Satz sinnlos war, ist mir schon klar. Ich zielte ja auch eher auf den zweiten und den darin enthaltenen Vorschlag, die Steuerung über den Kraftstoffpreis zu regeln.
        Christopher meinte ja auch im Podcast: „vermutlich gäbe es sogar technische Möglichkeiten, den genauen Kraftstoffverbrauch eines Autos zu bestimmen“
        ja gibt es: die Zapfsäule!
        damit würde man im übrigen auch spritsparende Fahrweisen belohnen bzw. Fahrgemeinschaften fördern

    2. Lindner hat schon irgendwie recht, verstehe da die ganze Häme nicht ganz. Einfach den Spritpreis drastisch erhöhen, dann zahlt der Vielfahrer mehr als der Wenigfahrer, ebenso die mit den fetten Verbräuchen (Sportwagen, Suv, etc)

      1. Hallo,

        das Problem sind doch SUVs an und für sich, also Autos, die aufgrund ihres Gewichtes absolut ineffizient sind und halt einen noch höheren Verbrauch haben. Klar kann man da den Spritpreis erhöhen, aber der Zweck einer höheren SUV-Steuer ist ja, dass weniger Leute SUVs neu anschaffen.

        Gruß

        Christopher

  2. Die Geschichte des langsamen und teuren Internets in Deutschland hat viel mit Korruption (natürlich) und der sogenannten CDU (natürlich) zu tun. In diesem Artikel wird es schön zusammengefasst: https://hetzel.net/2013-04-23/post-und-kabel-minister-schwarz-schilling/

    Die „6000er-Leitung“ wird wohl DSL 6000 gewesen sein, also 6.000 kbit/s, 6 Mbit/s! Das war im Ausland schon vor 15 Jahren langsam.

    Zum Vergleich, in Schweden kann man teilweise schon 10 Gbit/s Internet (in beide Richtungen) für unter 50 € im Monat bekommen: https://www.bahnhof.se/villafiber/

    Es ist wirklich erbärmlich hier. Was noch erbärmlich hier ist, ist der Zustand der Eisenbahnbrücken. So ein Brückeneinsturz kann nicht nur in Italien passieren…
    https://www.tagesspiegel.de/politik/aerger-bei-der-deutschen-bahn-zuege-fahren-seit-jahren-ueber-abrissreife-bruecken/24688060.html

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